[Rezension] Die fünfte Welle (Rick Yancey)





Titel: Die fünfte Welle
Autor: Rick Yancey
Seiten: 480
Format:Hardcover
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 14.04.2014
Preis: 16,99€ (D) Hier kaufen




Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält.



Vor dem Lesen habe ich wieder so viele positive Kritiken mitbekommen und war so unendlich froh, dass ich ein Exemplar davon zur Verfügung gestellt bekommen habe! Allein das Cover ist für mich ein Hingucker :)

Die Grundidee fand ich direkt klasse! Nicht die typischen Außerirdischen zu wählen und das so auch immer wieder zu betonen. Ich könnte mir vorstellen, dass diesbezüglich auch im zweiten Teil noch einiges auftauchen könnte. Immer wieder wurde ich überrascht und geschockt und habe immer alles genau vor Augen gehabt! Die neue Technik und die Wellen waren perfekt eingebracht und vor allem gut durchdacht. Gerade 'das Auge' fand ich interessant und dass man die Silencer nicht direkt erkennen kann ist auch eine tolle Idee! Das unterscheidet dieses Buch von anderen.
Die Wellen sind für mich ein kleines Highlight und auch eines der Dinge, die für mich viel ausgemacht haben. Allein auf die Idee zu kommen ist interessant und die letzte Welle ist auch die, mit der wir uns hier hauptsächlich beschäftigen und der man immer näherkommt. Auch die anderen lernt man, gerade zu Anfang kennen. 

Die Menschen, die noch übrig geblieben sind werden hier natürlich auch behandelt und erst erleben wir alles aus der Sicht von Cassie. Erst sage ich deshalb, weil sich dies mit der Zeit ändert. Das war für mich erstmal ein kleiner Kritikpunkt. Ich bin vollkommen überrumpelt worden und habe mich gewundert, dass sie plötzlich ganz woanders zu sein schien. Irgendwann fiel mir dann auf, dass es sich hier um jemand männlichen handeln muss. Insgesamt gab es jetzt meine ich 3 oder 4 verschiedene Perspektiven, die aber immer geschickt gewählt worden sind. Alle stehen natürlich auch in Verbindung mit Cassie und haben für die Geschichte an sich einen gewissen Einfluss.

Was ich auch toll finde ist die kleine Liebesgeschichte, die hier eingeführt wird und die sich nach und nach aufbaut, ohne dass man es wirklich mitbekommt. Trotzdem lernen sich die beiden kennen und um wen es sich handelt werde ich noch nicht sagen, weil ich immernoch verunsichert bin, sowohl ihn als auch sie aber toll finde!
Cassie war mir Gott sei Dank von Anfang an sympathisch. Mit ihr kann sich jeder identifizieren und es wird durch sie auch gut gezeigt, wie hart das Leben auf der Erde nun für alle Überlebenden ist. Man darf sich nicht zeigen, alles ist zerstört und man weiß nie wem man trauen kann. Nicht nur wegen der Außerirdischen, sondern auch wegen der Menschen, die durchdrehen und andere überfallen, weil sie keinen anderen Weg mehr sehen. Das sind hier gravierende Probleme, die einfach perfekt verdeutlicht werden konnten.
Ab und zu fand ich Cassie zwar etwas naiv, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich an ihrer Stelle gehandelt hätte und finde sie trotzdem klug und vor allem tapfer. Gerade Tapferkeit und Stärke sind natürlich ausschlaggebend dafür, dass man überlebt oder eben nicht. Wobei auch das nicht alles ist. Einige Charaktere sterben gerade wegen ihrer Tapferkeit und ihrer Verantwortung. Wer das ist werde ich euch nicht sagen. Auf jeden Fall merkt jeder Leser, dass man ohne Opfer nicht weiterkäme und eben auch über seine eigenen Grenzen springen müsste, um zu überleben. Ich finde bisher alles geschickt und gekonnt gewählt, sowie eingesetzt und bin mit dem Ende von Teil eins auch relativ zufrieden.

Apropos Ende! Relativ zufrieden deshalb, weil mir eine Kleinigkeit fehlt, die ich hoffentlich in Teil 2 wiederfinden werde. Es wäre mir schon wichtig, dass dies erhalten bleibt. Außerdem hat mir da etwas nicht gepasst, was Cassie zugelassen hat und ich weiß nicht, ob das für den weiteren Verlauf noch eine Rolle spielen wird oder nicht. Ich hoffe allerdings, dass ich mich nicht in Cassie getäuscht habe und sie mehrere Dinge gleichzeitig zulässt. Ich rede hier nur so ungenau, damit ich euch nichts verrate :)

Die Nebencharaktere empfand ich auch als sehr passend und vor allem emotional und gefühlvoll. Obwohl nämlich jeder eine Fassade hat oder mit der Zeit aufbaut sieht der Leser immer, dass noch Gefühle da sind oder jemand sich vor etwas verstecken will. Obwohl einem das beim Lesen selbst nicht direkt klar ist finde ich, dass es nach dem Lesen umso mehr auffällt. Das ist auch ein Punkt den ich schätze. Gerade die Charaktere Sammy, Evan und Ben, sowie Ringer, Poundcake usw. habe ich ins Herz geschlossen und natürlich hoffe ich, dass sie uns weiterhin erhalten bleiben! Alle erhalten ein Gesicht und viele sogar extrem ausgeprägt, sodass man Cassies Verbindung, oder eben Bens oder Sammys, zu ihnen aufbaut. Das ist der Vorteil des Perspektivwechsels.
Jetzt habe ich aber genug verraten und möchte euch nichts mehr vorwegnehmen :) 




Das Buch ist an sich einfach toll gestaltet! Cover, Titel und Inhalt ergänzen sich super und alle Charaktere haben ein Gesicht erhalten und sich so verhalten, dass sie ihre Meinung immer irgendwie durchsetzen wollten. Für den Leser wirken die Charaktere so viel stärker und uneingeschränkter, weil sie alle ihren eigenen Kopf behalten und sich ihre Menschlichkeit nicht haben nehmen lassen, obwohl sie einen Grund hätten.
Gerade den Perspektivwechsel fand ich im Nachhinein doch sehr passend, da man so mehr Einblicke in die anderen Köpfe und mehr Beziehungen zu anderen Charakteren aufbauen konnte, die für die anderen Sichten erst später eine Rolle spielen.
Überraschungen gab es auch des öfteren und man hat sich trotzdem super eingefunden und konnte die Dinge nachvollziehen.
Nicht so gut gefallen hat mir, dass der Perspektivwechsel so unerwartet kam und ich so Eingewöhnungszeit brauchte. Außerdem war das Buch an der ein oder anderen Stelle etwas langatmig, daher gebe ich dem Buch faire 4 Leseschmetterlinge und euch eine Leseempfehlung!
An dieser Stelle danke ich dem Goldmann Verlag für das *Rezensionsexemplar :)

Kommentare:

  1. Schön, dass dir das Buch gefallen hat.... <3 Mir hat Teil 1 auch gefallen, Teil 2 leider nicht mehr so... :/ Hoffentlich gefällt dir der 2. besser!

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    1. Das hoffe ich auch, weil mir der auch zugeschickt wird und ich hoffe mich dabei nicht zu langweilen oder ihn zu langatmig zu finden. Wir werden sehen :)

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